„Wie war Schule früher?“ – „Wie lange dauert ein Schulweg heute?“ – „Wie waren die Klassen zusammengesetzt?“ – „Tafel mit Kreidestift und Schwamm“ wird „Tablet mit Stift“ – „Volksschule“, „Empfehlung fürs Gymnasium“, „Mithelfen im bäuerlichen Betrieb“, von nachmittags bis abends „uff de gass“. Beim ersten Treffen der AG „Mensch“ des Nackenheimer Gymnasiums mit einer Gruppe überaus lebendiger und kontaktfreudiger Ü60 Gruppe aus dem Generationen-Netzwerk Bodenheim war das Eis schnell gebrochen. Die Faszination im Kontakt war beidseitig und die 90 Minuten verflogen wie im Nu.
Mit „Bruder / Meister Jakob“ und der „Affenbande“ fanden sich in den mitgebrachten „Mundorgeln in Großdruck“ ein paar Lieder, die jung und alt gemeinsam singen konnten. Auch das hält jung bestätigten die Ü60-Teilnehmenden des „Mittwochstreffs „Sing-Dich-glücklich“.
Möglichst lange geistig und körperlich gesund bleiben ist der Ü60 Generation ein wichtiges Anliegen und deshalb waren alle neugierig auf den Ü60 Spielplatz neben dem Gymnasium. Schließlich sammeln Teile des aktiven Ü60 Teams auch noch Ideen für die Umgestaltung des Dolles – Platzes als generationsübergreifendem Begegnungsort in Bodenheim.
Also wurden alle Geräte ausprobiert. Und auch da gaben die Jugendlichen Begleitung und Anleitung. Sie mussten sich erst daran gewöhnen, dass sich auch Jemand mit Rollator auf ein Balance-Brett wagt. Oder daran, auch die Schritt-Schaukel anzuleiten. Beweglich bleiben und Übungen, die die beiden Gehirnhälften verbinden, all das sahen die Schülerinnen live umgesetzt. So hatten sie wohlmöglich Ihre eigenen Omas und Opas und auch den Spielplatz noch nie erlebt.
Umso schöner, wie diese erste Begegnung einen regen Austausch ermöglicht hat. Deshalb waren bei fielen im Schluss-Blitzlicht die Begriffe wie „lustig“, „toll“, „sehr interessant“ und die Rückmeldung: das können wir wieder einmal machen. Vielleicht kann sich ja eine schöne Begegnung zwischen Jung und Alt entwickeln weit abseits von Pflege und Krankheit. Und der Möglichkeit die beiden so verschiedenen Lebenswelten ein wenig miteinander zu verknüpfen.
AG-Leiter Pfarrer Dölschner und Frau Thieme-Jäger, Leitung des Generationen-Netzwerkes Bodenheim planen weiter, denn beide Gruppen hatten Spaß miteinander, dass Beste, was geschehen kann, wenn sich „Jung und alt begegnen!“
Artikel verfasst: 01.04.2025